Wald- und Wiesenhopser im Segelverein

»Jeder sucht sich eine Hand oder einen Platz am Wagen und dann gehen wir in den Segelverein.«

Sieben Kinder und ihr Erzieher Johannes besuchten am Freitag den Segelverein Einheit e. V. Dort wurden sie empfangen von Opa Kurt. Er hatte gerade eine Leiter unter der Schiffsglocke im Eingang gestellt. Jedes Kind durfte nach oben steigen und die Glocke läuten, etwas, was sonst nur der Vorsitzende des Vereins darf, um die Mitglieder zusammen zu holen. Wer die Glocke nur aus Spass läutet, muss eine Runde ausgeben.  Johannes holt aus dem Wagen sieben Schwimmwesten: »Auf den Steg nur mit Schwimmweste!

Und welche Regeln sind zu beachten? Auf dem Steg nicht hopsen, nicht rennen, nicht drängeln. Warum?« »Weil wir sonst ins Wasser fallen.«

 

Nach der Besichtigung der Boote geht es weiter zum Opti, dem Anfänger-Boot für die Kleinsten. Opa Kurt hat alles aufgereiht: das Boot, den Mast mit Segel, das Schwert, das Ruder, Schwimmweste und Ölzeug. Nach und nach setzt er das Boot zusammen. Der Mast mit dem Segel wird gesteckt. »Und wie heißt diese Stange hier? Weiß das einer von Euch?« »Ja, das ist der Großbaum.« Artur kennt sich aus, weil sein Vater auch ein Segel-Boot hat.

Das Schwert wird in den Schwertkasten geschoben. Man braucht es, um das Boot lenken zu können. Genauso wie das Ruder. Alle Kinder setzen sich in das Boot und ziehen an der Großschot, das ist die Leine, die am Großbaum befestigt ist und die das Segel hin- und herzieht.

Jetzt noch den Verklicker anpusten, oben am Mast zeigt er dem Segler aus welcher Richtung der Wind kommt.  Und wie kommt das Boot an Land? Mit dem Slipwagen oder über die Schienen der Slipanlage, die bis ins Wasser reichen. An der Slipanlage drehen alle Kinder schon mal an der Kurbel, sie hebt und senkt die Vorrichtung, mit der die Boote auf den Slipwagen gehoben werden. Als Dank für die interessante Stunde singen die Kinder Opa Kurt ein Lied. Voller neuer Eindrücke gehen sie zurück in den Kindergarten. Um halb zwölf gibt es Mittag.